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Die 58. Jahreshauptversammlung des SSV Calmbach stand ganz unter dem Motto "Engagement im Verein" In seinem diesjährigen Bericht hat Oberschützenmeister Oliver Gall an die versammelten Mitglieder nachdrücklich appelliert, sich stärker am Vereinsleben zu beteiligen. Immer weniger engagierte Vereinsmitglieder müssten immer mehr Aufgaben schultern. In letzter Konsequenz könne dies nur eine deutliche Einschränkung an Leistungen und ein reduziertes Angebot an Veranstaltungen nach sich ziehen.

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Calmbacher Sportschützen im Clubhaus des 1.FC Calmbach fanden sich dieses Jahr weniger Mitglieder ein als in den Jahren zuvor. Einerseits hatte dies auch damit zu tun, dass die diesjährige Tagesordnung keinen außerplanmäßigen Agendapunkt aufzuweisen hatte. Andererseits spiegelte sich darin jedoch auch ein generelles Desinteresse vieler Mitglieder wider, auf das der Vereinsvorstand in seinem Redebeitrag noch eingehen würde.

jhv2018

 

Erster Vorsitzender Oliver Gall eröffnete die Hauptversammlung mit der Begrüßung der anwesenden Mitglieder und Gäste, um danach der verstorbenen Vereinsmitglieder zu gedenken. Hier fokussierte sich Gall auf einen ausführlichen Nachruf des letzten Jahr verstorbenen Oberschützenmeisters und seines Vorgängers Gerhard Riedel, der über elf Jahre die Geschicke des Vereins lenkte. Der SSV Calmbach verdankt ihm viel. Im Anschluss daran zeigte Gall die Mitgliederentwicklung des Vereins auf, die auch im vergangenen Jahr  mit ca. 200 Mitgliedern stabil geblieben ist. Allerdings mache auch hier die Altersstruktur Sorgen, da der Anteil der Vereinsjugend nach wie vor sehr gering sei. Allerdings konnte mit der Besetzung der Funktion des Jugendleiters durch Monika Kohlmann vor einem Jahr ein entscheidender Schritt getan werden, die Jugendarbeit wieder anzukurbeln. Dies zeigte sich auch daran, dass über die Bogenabteilung des Vereins wieder einige Kinder und Jugendliche als neue Mitglieder gewonnen werden konnten.

Der Schwerpunkt seines Berichts bezog sich auf das vergangene Vereinsjahr und die damit verbundenen Veranstaltungen. In diesem Zusammenhang erwähnte Gall u.a. die Teilnahme des Vereins am Calmbacher Fleckenfest im Juli. Erwähnenswert war auch das besondere Engagement der Bogenabteilung, die mit Hilfe mehreren zusätzlich durchgeführten Veranstaltungen, für eine präsente Öffentlichkeitsarbeit gesorgt hatte. Abschließend informierte Gall die Anwesenden darüber, dass sich bei der Ableistung von Pflichtarbeitsstunden immer noch etwa ein Drittel der davon betroffenen Vereinskameraden nicht beteiligt – ein Umstand, der sich gegenüber dem Vorjahr immer noch nicht gebessert hatte. Von den ca. 35 Mitgliedern, die die Pflichtarbeitsstunden tatsächlich ableisten, gehört ein Großteil zur Vorstandschaft oder zu den wenigen Mitgliedern, die weit über die 5 Pflichtarbeitsstunden hinaus, ständig ihren Beitrag durch hohen persönlichen Einsatz leisten. Ganz besonders bedankte sich Oberschützenmeister Oliver Gall bei seinen Vorstandsmitgliedern für ihre sehr konstruktive Mitarbeit und ihr außergewöhnliches Engagement für den Verein. Gall wies darauf hin, dass dieser Umstand nicht selbstverständlich sei und auch nicht für immer so sein müsse. Falls die Motivation der wenigen, die sich überdurchschnittlich einbringen, irgendwann nachlasse, werde die Vorstandschaft die Zahl der Aktivitäten weiter einschränken müssen. Da nur ca. 50 der 200 Vereinsmitglieder unter die Pflichtarbeitsstundenregelung fallen ist dem Verein nur teilweise geholfen. Ohne die freiwillige Mithilfe der anderen Vereinsmitglieder kommt der Verein auf Dauer nicht aus.  Um dieses Problem zu lösen, werde sich die Vorstandschaft in der nächsten Zeit intensiver damit befassen, welche Maßnahmen kurzfristig diesem Missstand entgegen wirken sollen.

Im darauf folgenden Bericht von Thomas Seyfried wurde die Arbeit des Schriftführers des vergangenen Jahres zusammengefasst. Besonders hervor zu heben war dabei die ungewöhnlich hohe Anzahl an Nachrufen, die vom Schriftführer im vergangenen Jahr zu erstellen war und damit auch gleichzeitig das Ableben gleich mehrerer verdienter Vereinskameraden, wie etwa Gerhard Riedel, Heinz Barth oder Traudl Kiefer.

Schützenmeister und zweiter Vorstand Erich Schwabenland fasste die sportliche Situation des vergangenen Jahres zusammen und gab einen Überblick über die Leistungen der einzelnen Mannschaften.

Abteilungsleiter der Bogenabteilung, Hans-Dieter Günthner, fasste das Sportjahr aus Sicht der Bogenschützen zusammen und referierte dabei über die Veranstaltungen, bei denen sich die Bogenabteilung besonders hervor getan hatte, wie etwa die Teilnahme an den Projekttagen der Realschule Calmbach. Erwähnenswert war auch die Ausrichtung der Kreismeisterschaften, bei denen der SSV Calmbach mit sieben Bogenschützen am Start war, von denen am Ende fünf Calmbacher einen Podestplatz erringen konnten.

Kassiererin Ute Kirchherr konnte ebenfalls mit positiven Ergebnissen aufwarten. Die zahlreichen Veranstaltungen des vergangenen Jahres haben ein ordentliches Plus in die Vereinskasse gespült, wie z.B. die Teilnahme am Calmbacher Fleckenfest oder auch die Einnahme von Spenden, welche im laufenden Turnus überdurchschnittlich positiv ausgefallen seien. Sprecher der Kassenprüfer, Rüdiger Kassen, konnte auch in diesem Jahr wieder der Kassiererin ein tadelloses Arbeitszeugnis ausstellen.

Damit endeten auch die Funktionärsberichte. Nach der Entlastung der Vorstandschaft, die von Eberhard Kröner beantragt wurde, fand die Wahl der Vorstandsmitglieder für die kommende Amtszeit statt. Einstimmig wurden auch in diesem Jahr wieder sämtliche zu wählende Vorstandsmitglieder in ihren Ämtern bestätigt: Erich Schwabenland als Schützenmeister, Thomas Seyfried als Schriftführer, Stefan Gauß und Katrin Seyfried als Beisitzer sowie Felix Schwabenland, Andreas Kröner und Hans-Dieter Günthner als Abteilungsleiter der jeweiligen Disziplinen. Mit der Wahl von Matthias Hiller konnte, nachdem Werner Bredenhagen das Amt die letzten Monate über kommissarisch übernommen hatte, wieder ein hauptamtlicher Abteilungsleiter Pistole und gleichzeitig auch ein neues Mitglied in der Vorstandschaft begrüßt werden.

Auch in diesem Jahr stand die Ehrung von verdienten Mitgliedern, die für ihre langjährige Vereinszugehörigkeit geehrt werden sollten, als weiterer Tagesordnungspunkt auf der Agenda. Bedauerlicherweise war zu diesem Anlass nur Andreas Maisenbacher persönlich erschienen, der in diesem Zusammenhang für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit mit der Ehrennadel in Silber des Württembergischen und des Deutschen Schützenverbandes geehrt wurde. Die übrigen zu Ehrenden Vereinsmitglieder waren teilweise entschuldigt oder blieben der Veranstaltung aus anderen Gründen fern.

Zur weiteren Ehrung standen für 25 Jahre Mitgliedschaft  Andre Schwämmle an, für 30 Jahre Mitgliedschaft Hans-Jürgen Bittner und Isabel Weisschuh sowie für 40 Jahre Mitgliedschaft Walther Günthner, Thomas Mast und Alfred Seyfried.

Am Ende der diesjährigen Generalversammlung informierte Gall noch über die Verschiebung der bereits eingeplanten Traditionsveranstaltung „Vereins- und Firmenschießen“, welche aufgrund am gleichen Tag stattfindenden Parallelveranstaltungen der Stadt Bad Wildbad und des Jubiläums des Wildbader Schützenvereins um eine Woche verschoben werden müsse. Für das Jahr 2020 wolle der Sportschützenverein Calmbach dann die Ausrichtung des Kreisschützentages übernehmen, da in diesem Jahr auch das 60-jährige Vereinsjubiläum anstehe.

Da keine zusätzlichen Anträge eingegangen waren, konnte der offizielle Teil der Jahreshauptversammlung 2018 nach einer guten Stunde zum Abschluss gebracht werden.