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Erfolgreiche Nachbesetzung von Vorstandsposten beim Sportschützenverein Calmbach

Die diesjährige Jahreshauptversammlung des Sportschützenvereins Calmbach musste aufgrund des Lockdowns im Frühjahr abgesagt werden. Mit einem halben Jahr Verspätung hatten die Calmbacher Schützen nun ihre Generalversammlung Ende September nachholen können und damit auch ihren Vereinsbetrieb 2019/2020 zu einem ordentlichen Abschluss bringen können. Als besondere Herausforderung dabei galt es nun zwei vakant gewordene Vorstandsposten nachzubesetzen. Das ist dem Verein nun erfolgreich gelungen.

Bei der aktuellen Zusammenkunft der Sportschützen war vieles anders. Nicht nur, dass ein Termin im Herbst und nicht im Frühjahr gefunden werden musste, sondern auch, dass man sich aufgrund von Abstandsregeln in der Enztalhalle treffen musste, die genügend Platz bot um die Stuhlreihen entsprechend auseinander ziehen zu können. Dementsprechend musste auch auf ein gemütliches Beisammensein verzichtet werden und die Veranstaltung wurde auf den rein geschäftsmäßigen Ablauf reduziert. Inhaltlich jedoch konnte Oberschützenmeister Oliver Gall an die positive Entwicklung der letzten Jahre anknüpfen. Sowohl die Mitgliederentwicklung weist mit ca. 200 Mitgliedern einen stabilen Wert auf, als auch die finanziellen Rücklagen des Vereins stehen mit dem erneut höchsten Kassenstand in der Vereinsgeschichte sehr positiv dar.

Jahreshauptversammlung in der Entalhalle (Foto: SSVC)

 

 

 

Der erste Bericht des Abends begann mit der Totenehrung, bei der der erste Vorsitzende, Oliver Gall, den in den vergangenen Monaten verstorbenen Mitgliedern gedachte. Im Anschluss daran fasste Gall die zentralen Themen des Vereins aus den letzten achtzehn Monaten zusammen, in deren Fokus die dringend notwendigen Investitionen des SSV Calmbachs standen. Im Rahmen einer umfassenden Renovierung der Schießanlagen sollen die Stände im Würzbachtal auf den neuesten Stand gebracht werden. Mit dieser zukunftsweisenden Investition in elektronische Schießbahnen und einem damit verbundenen Umbau der Kleinkaliberbahnen sowie einer 100-Meter-Bahn wird der Verein für die sportliche Zukunft bestens aufgestellt sein. Als weiteren Höhepunkt nannte Gall die Siegelverleihung für das Präventionskonzept zum Kinderschutz durch den Landkreis Calw aus dem letzten Jahr. Ein ebenfalls wichtiger Höhepunkt aus gesellschaftlicher Sicht, war die Ausrichtung des Kreisschützentages, der im Februar durch die Calmbacher Schützen in der Enztalhalle durchgeführt werden konnte. Allerdings gab es auch negative Punkte zu berichten. Hierzu zählten die Covid-19 bedingten Einschränkungen aus den letzten Monaten, die den Sport- und Vereinsbetrieb komplett zum Erliegen gebracht hatten. Geplante Veranstaltungen mussten dementsprechend abgesagt werden, bereits eingeplante Einnahmen daraus sind ausgeblieben und jegliche sportliche Betätigung war ausgefallen. Erst langsam stelle sich wieder etwas Normalität ein, soweit das die behördlichen Abstands- und Hygieneregeln zulassen, so Gall.

Im darauf folgenden Bericht von Thomas Seyfried wurde die Arbeit des Schriftführers des vergangenen Jahres zusammengefasst. Hierbei berichtete der Schriftführer von den nahezu abgeschlossenen Aktivitäten in Sachen Datenschutz, die im Bereich Mitgliederverwaltung, sportliches Meldewesen, Pressearbeit und Internetauftritt umgesetzt werden konnten.

Schützenmeister und zweiter Vorstand Erich Schwabenland fasste die sportliche Situation des vergangenen Jahres zusammen und gab einen Überblick über die Leistungen der einzelnen Mannschaften. Daran anschließend gab Hans-Dieter Günthner als Abteilungsleiter Bogen einen Überblick aus seiner Abteilung und den erfolgreichen Leistungen der Calmbacher Bogenschützen auf Kreis-/ Landes und auch Bundesebene.

Der Bericht von Kassiererin Ute Kirchherr wurde dieses Jahr stellvertretend vom Vorstand Oliver Gall vorgetragen. Zwar konnte ein bisher nie dagewesenes Kassenergebnis berichtet werden, jedoch wurde auch hier deutlich, dass aufgrund fehlender Einnahmen während der Corona-Krise erste rote Zahlen im laufenden Geschäftsbetrieb einkalkuliert werden müssten. Dennoch seien die aktuellen hohen Rücklagen essenziell wichtig für die bereits angesprochenen Investitionen. Sprecher der Kassenprüfer, Oliver Gießler, konnte auch in diesem Jahr wieder der Kassiererin ein tadelloses Arbeitszeugnis ausstellen.

Damit endeten auch die Funktionärsberichte. Die Entlastung der Vorstandschaft, wurde von Stephan Müller beantragt, der ein großes Lob für die erfolgreiche Arbeit der Vorstandschaft aussprach. Die einstimmige Entlastung des Vorstands war die logische Konsequenz. Einstimmig verliefen auch die Wahlen der zu besetzenden Vorstandsposten in diesem Jahr. In ihren Ämtern bestätigt wurden Erich Schwabenland als Schützenmeister, Thomas Seyfried als Schriftführer, Katrin Seyfried und Stefan Gauß als Beisitzer sowie die beiden Kassenprüfer Rüdiger Kassen und Oliver Gießler. Bei den einjährig zu wählenden Abteilungsleiter wollten Felix Schwabenland und Hans-Dieter Günthner jedoch nicht mehr weiter machen. Für den nach sechzehn Jahren ausscheidenden Abteilungsleiter der Bogenschützen Hans-Dieter Günthner konnte Matthias Bernhard gewonnen werden, der bereits seit vielen Jahren als aktiver Bogenschütze im Verein schießt. Der Posten des Abteilungsleiters Luftdruckwaffen konnte ebenfalls erfolgreich nachbesetzt werden: Markus Philippin löst hier den scheidenden Felix Schwabenland ab. Die übrigen Abteilungsleiter machten weiter: Matthias Hiller für den Bereich Pistole und Andreas Kröner für die Abteilung Gewehr. Auch im Bereich Ältestenrat waren nach drei Jahren turnusgemäß Wahlen fällig. Allerdings gab es hier keine Veränderungen, da Gisela Riedel als Sprecherin des Ältestenrats mit den meisten Stimmen wiedergewählt wurde, gefolgt von Dietmar Haag und Werner Bredenhagen.

Auf Ehrungen langjähriger Mitglieder wurde dieses Jahr verzichtet. Diese sollen dann bei der nächsten Jahreshauptversammlung bei hoffentlich wieder normalen Rahmenbedingungen nachgeholt werden. Vereinsvorstand Gall ließ es sich trotzdem nicht nehmen, doch noch drei Ehrungen unter den Vorstandsmitgliedern vorzunehmen und überraschte Giesela Riedel und Stefanie Stiegele mit der Ehrung "Wertvolle Unterstützung in Gold" und das scheidende Vorstandsmitglied Felix Schwabenland mit der Ehrung "Kreissilber".

Da keine zusätzlichen Anträge eingegangen waren, konnte die Jahreshauptversammlung 2020 nach anderthalb Stunden zum Abschluss gebracht werden.